<
232 / 480
>
 
18.01.2017

Agentur für Arbeit Nordhorn - Arbeitsmarkt 2016: Nahezu Vollbeschäftigung

Nordhorn. Die Agentur für Arbeit meldet in ihrem Jahresrückblick 2016 einen soliden Arbeitsmarkt. Die Arbeitslosenquote verharrte bei 3,4 Prozent, bleibt aber die mit Abstand niedrigste in Niedersachsen, während sich der Beschäftigtenaufbau in der Region weiter fortsetzte. Arbeitgeber meldeten erneut mehr offene Stellen als im letzten Jahr.


„Bei unveränderter Arbeitslosenquote und nur leichtem Anstieg der absoluten Arbeitslosenzahl präsentiert sich der Arbeitsmarkt an Ems und Vechte in solider Form. Der Arbeitsmarkt ist durch eine hohe Dynamik gekennzeichnet, getragen von vielen kleinen und mittelständischen Unternehmen, in einigen Branchen herrscht nahezu Vollbeschäftigung. Allerdings wirkt sich inzwischen die zunehmende Zahl von anerkannten Flüchtlingen auf die Arbeitsmarktstatistik aus“, erläutert Achim Haming, Vorsitzender der Geschäftsführung der Agentur für Arbeit Nordhorn die Entwicklung im letzten Jahr.


„Für dieses Jahr rechnen wir daher auch mit einem leichten Anstieg der Arbeitslosigkeit. Grundsätzlich wird sich aber an den stabilen Verhältnissen auf dem Arbeitsmarkt nichts ändern“, so der Arbeitsmarktexperte.

Arbeitslosenzahl im Jahr 2016: 8.540
Arbeitslosenzahl im Vorjahresvergleich: +106
Arbeitslosenquote gegenüber Vorjahr: unverändert bei 3,4 Prozent

Arbeitslosigkeit

Im Jahresdurchschnitt 2016 waren im Emsland und der Grafschaft Bentheim 8.540 Personen arbeitslos gemeldet, das sind 106 mehr als im Vorjahresdurchschnitt. Dieser leichte Anstieg hatte keinen Einfluss auf die Arbeitslosenquote in der Region. Sie lag bei unverändert 3,4 Prozent, während in Niedersachsen die Arbeitslosenquote auf 6,0 Prozent sank – der niedrigste Wert seit 25 Jahren. 

Von Arbeitslosigkeit an Ems und Vechte waren im Jahresdurchschnitt 3.978 Arbeitslose (46,6%) im Rechtskreis SGB III und 4.562 Arbeitslose (53,4%) im Rechtskreis SGB II (Hartz IV) betroffen. Während sich die Arbeitslosigkeit im Bereich der Arbeitslosenversicherung (Arbeitslosengeld I) um 5,9 Prozent verringerte, erhöhte sie sich im Bereich der steuerfinanzierten Grundsicherung (Hartz IV) um 8,4 Prozent. „Viele Flüchtlinge wurden mittlerweile als Asylsuchende anerkannt und damit auch statistisch erstmalig erfasst. Mit der Anerkennung des Asylstatus liegt die Zuständigkeit der Betreuung bei den Jobcentern, dies erklärt auch den Anstieg der Zahlen im Rechtskreis SGB II. Für das neue Jahr wird daher die Integration von Flüchtlingen ein besonderer Arbeitsschwerpunkt für Jobcenter und Agentur sein“, so Haming.
„Erfreulich ist, dass sich der Rückgang der Arbeitslosigkeit bei den Frauen (-1,3%) fortgesetzt hat. Wir wollen diese Entwicklung weiter vorantreiben und durch Aktivierung der sogenannten „Stillen Reserve“ die Frauenerwerbsquote weiter erhöhen“, kündigt der Arbeitsmarktexperte an.

Die Chancen, schnell wieder einen neuen Job zu finden, sind 2016 noch einmal gestiegen. So blieben im Jahresdurchschnitt 62,9 Prozent aller Vermittelten aus dem Rechtskreis SGB III weniger als drei Monate arbeitslos – nur 4,7 Prozent waren länger als 12 Monate auf Jobsuche.

Den vollständigen Bericht finden Sie hier.

Quelle: Pressemitteilung Nr. 004 / 2017 der Agentur für Arbeit vom 18.Januar 2017