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24.06.2024

Kontinuität in der Maler- und Lackierer-Innung

Nordhorn. Im Rahmen ihrer turnusmäßigen Jahreshauptversammlung hat die Maler- und Lackierer-Innung Grafschaft Bentheim einen neuen Vorstand für die neue Amtsperiode bis 2027 gewählt. Kontinuität lautete dabei das Motto der Stunde: Lediglich auf einer Position wurde das Gremium verändert. Eike Poppenborg wurde einstimmig in den Vorstand gewählt. Er ist Sohn des bisherigen Vertreters Ingo Poppenborg, der die Führung seines Schüttorfer Malermeisterbetriebs Poppenborg GmbH in die Hände des Sohnes übergeben will und daher das Gremium verlässt.


Ingo Poppenburg wurde mit einem Präsent verabschiedet, er war seit März 2000 im Vorstand aktiv und ist aktuell noch Arbeitgeberbeisitzer im Gesellenprüfungsausschuss der Lackierer. Erster Vorsitzender der Innung bleibt Thomas Sobott (Rita und Thomas Sobott GbR) aus Nordhorn. Er wurde – wie das gesamte weitere Team – einstimmig für die kommenden drei Jahre gewählt.


Der Vorstand der Maler- und Lackierer-Innung besteht somit neben Sobott und Poppenborg aus dem stellvertretenden Vorsitzenden Uwe Niehaus (Malerfachbetrieb Niehaus, Bad Bentheim), Lehrlingswart Manfred Klinke (Malermeister, Bad Bentheim-Gildehaus), Schriftführer Lukas Rohlfs (Rohlfs Malerbetrieb, Emlichheim) und Beisitzer Ingo Winkler (Malerbetrieb Ingo Winkler, Nordhorn).

Neben der Vorstandswahl standen auch die Wahlen des Gesellenprüfungsausschusses an. Für das Maler-Handwerk ist arbeitgeberseitig Manfred Klinke 1. Beisitzer, sein Stellvertreter ist Ingo Winkler. Für das Lackierer-Handwerk wurde Ingo Poppenborg als 1. Beisitzer gewählt. Er wird von Ludwig Dove vertreten.

Deutlich wurde bei der Jahreshauptversammlung auch, dass die Branche wie viele andere unter einem Fachkräftemangel leidet, wie Obermeister Thomas Sobott ausführte. „Das ist ein Problem für uns, denn aktuell verlassen uns mehr Kollegen in den Ruhestand als junge Fachkräfte nachrücken.“ Alle 23 Betriebe der Innung seien gut ausgelastet und bräuchten daher mehr Personal. Die Herausforderung sei, das Thema Ausbildung zu forcieren und die Mitarbeiter dann auch in den Betrieben zu halten, wie Sobott betonte.

Auch die neue Ausbildungsordnung war neben dem aktuellen Haushalt der Innung Thema auf der Versammlung. Kritisch betrachtet die Innung die zunehmende Zahl an überbetrieblichen Lehrlingsunterweisungen (ÜLU). Diese nähmen zu viel Zeit der Auszubildenden in Anspruch und verursachten zudem Kosten in den Betrieben. „Wir würden uns eine zumindest leichte Reduzierung dieser ÜLU wünschen“, formulierte Sobott.

Einen Fachvortrag über neue Produkte steuerte das Innungsmitglied Brillux bei. Für Thomas Sobott wichtig: „Für uns sind solche Gastbeiträge oft aufschlussreich, daher versuchen wir sie zu realisieren, wann immer es geht.“

Auch ein Nahziel formulierte die Innung: Es solle gelingen, weitere Unternehmen von einer Mitgliedschaft in der Maler- und Lackierer-Innung Grafschaft Bentheim zu überzeugen. Daran werde man nun verstärkt arbeiten, erste Gespräche seien positiv verlaufen.

Bildunterschrift:
Das Bild zeigt den Vorstand der Maler- und Lackierer-Innung Grafschaft Bentheim, von links: Eike Poppenborg, Ingo Poppenborg (als ehemaliges Mitglied des Vorstands), Uwe Niehaus, Lukas Rohlfs, Thomas Sobott, Manfred Klinke sowie Ingo Winkler