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03.03.2026

Tipps für die Marder-Abwehr

Grafschaft Bentheim. Die Schäden durch Marder-Bisse kosten viel Geld. Etliche Tricks versprechen, den Marder vom Auto fernzuhalten. Aber nicht alles klappt, sagen die Auto-Experten der Kraftfahrzeug-Innung in der Grafschaft Bentheim. Besonders im Frühjahr und auch im Herbst sind diese aktiv. Während der Paarungszeit markierten sie ihr Revier – auch im Motorraum unserer Autos. Gerne nagen sie dabei Kabel und Schläuche an. Dadurch werden mehr als 200.000 Autos pro Jahr beschädigt, statistisch also rund 20.000 in Niedersachsen.



Bildquelle: ProMotor-T.Volz
Das ist nicht nur ärgerlich, sondern kann auch gefährlich werden, wenn nämlich an den Bremsschläuchen geknabbert wird. Natürlich kann niemand vor jedem Start alle Kabel des Autos auf Bissspuren untersuchen. Aber die Auto-Experten haben Hinweise, auf die man vor und zu Beginn einer Fahrt achten sollte:

  • Der Motor springt schlecht oder gar nicht an.
  • Das Auto verliert Flüssigkeit.
  • Die Motorleistung ist ungewöhnlich gering.
  • Die Bremsleistung ist schwach.
  • Die Isoliermatte der Motorhaube ist zerrupft.
  • Sie finden Fellhaare oder Spuren der Tatzen.

Wer dann die Kabel und Schläuche prüfen will, sollte auf sehr kleine, dreieckige Beißspuren achten.

Ummantelungen aus Wellrohr können schützen, ebenso Elektroschockgeräte. Das einfachste Mittel gegen Marder sei eine Motorwäsche (Achtung: Vorher sollte in der Betriebsanleitung für das Fahrzeug nachgeschaut werden, ob der Fahrzeughersteller eine Motorwäsche erlaubt). Die Tiere reagierten nämlich besonders aggressiv, wenn sie Duftspuren eines anderen Marders wahrnähmen. Das könne die Motorwäsche verhindern, denn dabei werden alle Duftspuren entfernt.